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Polymer-Läppen
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Technologien  /  Polymer-Läppen

 
FriCSo Polymer-Werkzeuge, mit handelsüblicher Schleifpaste verwendet, verbessern Qualität und tribologisches Verhalten von Bauteil-Oberflächen durch folgende Besonderheiten:

• Schaffung einer dauerhaften Öl-affinen, organischen Nano-Schicht mit starker Bindung
• Reduzierung der Rauhigkeit von Ra 0,3 µm auf ≤0,03 µm in einem Bearbeitungs-Schritt
• Verfestigung einer (hier Stahl-) Oberfläche auf bis zu 1.100 Vickers in einer Tiefe von 1 µm

FriCSo Vorrichtungen wurden für gängige Superfinish-Maschinen und Fertigungsstraßen ent¬wickelt.
Die Charakteristiken der FriCSo Oberflächenbehandlung werden nachfolgend erläutert:
Oberflächenaffinität zum Öl – Haltbarkeit  - Ebenheit – Härte – Leistungs-Verbesserung – Einfache Integration in die Serienfertigung.

Öl-Affinität
Die per FriCSo-Polymer-Technik geschaffene organische Oberflächen-Schicht verbessert nach¬weislich das Ölhaltevermögen unter Misch- und Grenzreibung dramatisch. Die Wirksamkeit der Öl-affinen Schicht wurde durch den nachfolgend beschriebenen Test demonstriert. Im zugehö¬rigen Diagramm werden dabei die - bis zum Fressen – auf einem Block-auf-Ring-Tribometer (lineare Kontaktfläche) zurückgelegten Gleitwege verglichen. Die Proben waren aus gehärte¬tem Stahl mit unterschiedlich bearbeiteter Oberfläche.
Der Test wurde mit einem einzigen Tropfen Öl durchgeführt, bei einer Relativ-Geschwindigkeit von 0,65 m/s und einer Normalkraft von 400 N.
 
 
Die konventionell geschliffene Oberfläche hat nach 200 m gefressen, die mit FriCSo-Polymer geläppte lief 30.000 m ohne zu fressen. Danach wurde der Test abgebrochen.
Die Abbildung unten zeigt die Verschleiß-Probe (den Block) nach dem Test.

 

Die konventionell geschliffene Oberfläche zeigt deutliche Zeichen von Verschleiß und Abrasion -  wodurch Leistung und Effizienz dramatisch verringert werden. Der FriCSo Polymer-geläppte Be¬reich zeigt gewisse Oxidations-Erscheinungen am Linien-Kontakt, beweist aber eindeutig das Vorliegen hydrodynamischer Schmierung - ohne Abnutzung oder Abrasion.
 
Haltbarkeit
Bei Kunden wurde die Haltbarkeit der FriCSo-Oberfläche unter extremen Bedingungen unter¬sucht. Die folgende Aufnahme zeigt Serienteile einer Hydraulikpumpe. Sie wurden  - herkömm¬lich super¬finished - 1,2 Mil¬lionen Zyklen auf dem Kunden-Prüfstand unterworfen, bei einem System¬¬druck von 372 bar, einer Drehzahl von 2.400 U/min und 82 °C Medien-Temperatur.

Nach dem Test ist starker Lochfraß auf der Oberfläche offensichtlich.

 

Die folgende Abbildung zeigt die gleichen Teile, aber mit der FriCSo-Polymer-Technologie end¬bearbeitet.
Die Teile wurden den gleichen Tests unter identischen  Bedingungen unterworfen.
Die Oberfläche erscheint wie neu. Keine Zeichen der Abnutzung sind sichtbar. Damit wird die Halt¬barkeit der Polymer-Behandlung eindeutig demonstriert.

 

Bei weiteren Tests dieses Kunden mit FriSCo-behandelten Teilen zeigten diese auch bei 400 bar und 400 °C bei über 1.2 Million Zyklen keine Verschleiß-Erscheinungen.
 
Ebenheit - Glätte
Durch das Polymer-Läppen wird die Oberflächentopographie (Ra, Rz, Rpk) und der Material-Traganteil Mr (früher Traganteil tp) deutlich verbessert, wie die nachfolgende beschriebenen Tests durch einen Kunden zeigen.
Vergleich von kommerziellem Superfinish und FriCSo Polymer-Läppen einer Dichtscheibe:
 
Description Height histogram Average roughness (Ra) maximum height of profile (Rt)
Standard-Finish durch Schleifen 0.42 µm 3.3 µm
Superfinish 0.07 µm 0.25 µm
FriCSo-Polymer-geläppt 0.02 µm 0.13 µm

 

Dieser Originalschrieb zeigt die Tragkurve eines Bauteils vor (oben) und nach der FriCSo-Polymer-Läpp-Bearbeitung (unten).
 

Härte
Das nachfolgende Diagramm demonstriert, dass durch FriCSo-Polymer-Läppen die Härte der äußer¬sten Schicht eines (hier stählernen) bearbeiteten Werkstücks erheblich gesteigert werden kann. Der Grund dafür ist in der Tatsache zu sehen, dass der Prozess einen nachgiebigen, mikro¬elastischen Polymer-Kunststoff nutzt – und eine handelsübliche Schleifpaste. Unter Druck werden abrasive Partikel dieser Paste temporär im Polymer eingelagert, wobei scharfkantige Spitzen der Hartstoff-Teilchen abbrechen. Da die Partikel sich ständig drehen (im Gegensatz zu einem üblicher¬weise beim Läppen verwendeten Gusseisen-Werkzeug, bei dem immer die selbe Partikel-Bruch¬fläche das Werkstück spant), werden viele – oder im Extremfall sogar alle – dieser scharfen Spitzen entfernt und abgerundet. Wenn nun der Druck des Läppens über die sehr kleinen Berührungsflä¬chen der gerundeten Schleifkörnchen übertra¬gen wird, erfährt die äußerste Oberfläche des Werk¬stücks eine Art mechanischer Verfestigung.
 
 
Professor Skvartzov von der Moskauer Fachhochschule hat die Härte einer FriCSo-Polymer-geläppten Werkstück-Oberfläche bestimmt, wie in dem Diagramm gezeigt.
 
 
 
 

Das Diagramm zeigt, dass die Härte des herkömmlich bearbeiteten Werkstoffs von ungefähr 500 HV (Vickers) auf über 1.000 HV an der Oberfläche des FriCSo-geläppten Bauteils und noch über 700 in einer Tiefe von 1 µm eine sehr bedeutende Verbesserung, speziell an der Oberfläche, erfahren hat.

Leistungs-Verbesserung

Die Dreifach-Wirkung des FriCSo-Polymer-Läppens (Bildung einer Nano-Schicht mit hoher Ölaffini­tät, extrem ebene und glatte Topografie, Steigerung der Oberflächenhärte), kann eine bedeutende Leistungs-Verbesserung bewirken, besonders im Bereich der Grenz- und Übergangs-Reibung.

Der Effekt der FriCSo-Oberflächenbehandlung wird durch die folgenden Resultate belegt, die durch ein unabhängiges Labor für einen zukünftigen Kunden gemessen wurden.

Das Diagramm zeigt den jeweiligen Reibungs-Beiwert, der beim Gleiten einer Stahlprobe über einen kommerziell supergefinishten Kolbenbolzen erreicht wird. Die Last wurde dabei stufenweise von 445 N bis auf 2.220 N erhöht, die Gleit-Drehzahl bei 20 U/min konstant gehalten.

Jedes Mal, wenn die Last erhöht wurde, stieg der Reibungsbeiwert drastisch an, höheren Ver­schleiß und Reibenergie-Verlust indizierend. Erst nach einem jeweils erneuten ‚Einlaufen’ pendelte sich der COF wieder um den ursprünglichen Wert ein.


 
 
 
Das nachfolgende Diagramm zeigt die Reibergebnisse auf dem selben Block-auf-Ring-Tribometer unter identischen Bedingungen - allerdings nachdem der in diesem Aufbau die Lagerbuchse simulie¬ren¬de Stahl-Ring FriCSo-Polymer-gläppt wurde.
 
 

Wie das Diagramm beweist, gibt es nicht nur keinerlei Zunahme des Reibungswerts, wenn die Last erhöht wird, es ist vielmehr überhaupt keine Reibkraft-Änderung zu höheren Lasten auszuma­chen, was auf überlegenes Ölhalte-Vermögen und verbesserte Oberflächentopografie schließen lässt.


 
 

Um die FriCSo-Polymer-Läpp-Technologie in Ihre Produktion zu integrieren, ersetzen Sie einfach die üblichen Schleifmittel auf Ihrer Endbearbeitungs- (Superfinish-) Maschine durch einen entsprechen­den FriCSo-Polymer-Werkzeug- und gegebenenfalls Vorrichtungs-Satz.

Das FriCSo-Polymer-Läppen wird mit gleichem Durchsatz wie Superfinish auf denselben Maschinen durch­ge­führt.

Das Polymer ist ökologisch unbedenklich, da keine giftigen Materialien benutzt und keine gefährli­chen Reststoff-Mengen produziert werden. Selbst die handelsübliche Polier-Paste lässt sich mit Was­ser und Seife abspülen.
 
 

Beispiel

 

Polymer-Werkzeug zum Läppen von Außen-Durchmessern (hier für Kolbenbolzen – deren Serien­bear­bei­tung zur Zeit vorbereitet wird).

 

Beispiel

 

Polymer-Werkzeug zum Honen von Innen-Durchmessern (hier für Zylinder-Laufbahnen von Hubkol­ben-Motoren
 

 
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